Das Dach über dem Kopf angezündet
Schwestern vom Guten Hirten fliehen aus Suez

Die Schwestern besichtigen mit Nachbarn und Freunden die zerstörten Räume.

Die Schwestern besichtigen mit Nachbarn und Freunden die zerstörten Räume.

Die Schwestern vom Guten Hirten in Ägypten haben ihre Niederlassung in Suez verlassen müssen, wo sie eine Schule, ein Waisenhaus und eine Armenapotheke unterhalten. Am 15. August 2013 waren die Schwestern bei der Arbeit, als sie auf einmal merkten, dass radikale Islamisten Brandsätze gegen die Kirche und in die Armenapotheke warfen. Im Nu stand das Haus in Flammen. Auch die Bäume rundherum brannten, und die Schwestern waren nicht imstande, das Feuer zu löschen. Die Gewalttäter zogen weiter zur Niederlassung der Franziskanerinnen und zündeten deren Schule an. Danach kamen sie zurück und warfen weitere Brandsätze in die Schule der Schwestern vom Guten Hirten, die normalerweise von 500 SchülerInnen besucht wird. Die waren zum Glück in den Ferien. Aber die Schulbänke, die Schulkleidung, die Hefte, die Bücher, alles verbrannte. Die Schwestern waren äußerst schockiert. Sie mussten das Haus verlassen und fanden Unterschlupf bei einer befreundeten Familie. Am nächsten Morgen machten sie sich auf den Weg nach Kairo in das dortige Kloster.
Auch die Christen in Kairo fühlen sich nicht sicher. Sr. Marie Karima, die Provinzleiterin, hatte schon einige Tage zuvor geäußert, dass die Situation für die Christen in Ägypten sehr gefährlich sei, weil die Islamisten in ihnen eine Gruppe sehen, die nicht hinter dem ehemaligen Präsidenten Mursi steht.

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